Brand. (st) Großeinsatz für acht Feuerwehren in der Brander Max-Reger-Straße. In der Nacht zum Sonntag stand der Wintergarten eines Hauses in hellen Flammen. Auch ein Teil des Wohngebäudes wurde erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Die Polizei schätzt den Schaden auf etwa 100 000 Euro.
Glück im Unglück hatten die beiden Bewohner, ein älteres Ehepaar. Denn 25 Minuten nach Mitternacht bemerkte eine gegenüber wohnende Nachbarin zufällig das Feuer und lief sofort auf die Straße.
Bewohner im Krankenhaus
Dort traf sie einen Passanten, der zunächst per Handy die Feuerwehr alarmierte und anschließend die beiden Senioren weckte. Sie konnten gerade noch rechtzeitig ihr verqualmtes Haus verlassen. Wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung brachte das Rote Kreuz das Ehepaar vorsorglich ins Krankenhaus.
Um 0.28 Uhr schreckte Sirenengeheul die Brander auf. Die örtliche Feuerwehr unter der Leitung von Kommandant Christian Besold war mit 21 Mann als erste am Einsatzort. Es folgten die Kollegen aus Fuhrmannsreuth, Nagel, Unterlind, Neusorg, Mehlmeisel, Ebnath und Kemnath. Insgesamt waren 161 Mann am Brandort, unter ihnen ein Team des Katastrophenschutzes mit dem Einsatzleitwagen. Aus noch ungeklärter Ursache war im Obergeschoss des ans Haus gebauten Wintergartens Feuer ausgebrochen, das in dem trockenen Holz und den Kunststoffrahmen der Verglasung reichlich Nahrung fand und sich rasch ausbreitete.
Obwohl die Löschkräfte schnell und professionell an die Arbeit gingen – unter ihnen auch 16 Atemschutzgeräteträger und die Drehleiterbesatzung aus Kemnath – wurden der Wintergarten und ein Teil der Wohnung völlig zerstört. Den Einsatz, der bis etwa 3 Uhr dauerte, leitete Kreisbrandmeister Peter Prechtl. Vor Ort waren auch Kreisbrandinspektor Hans Zetlmeisl und Kreisbrandmeister Otto Braunreuther.
Glutnest aufgespürt
Die Feuerwehr, die bis 5.15 Uhr Brandwache hielt, rückte am Sonntagvormittag ein weiteres Mal in die Max-Reger-Straße aus, um mit der Wärmebildkamera etwaige Glutnester aufzuspüren – mit Erfolg. Im Wohnbereich des Obergeschosses musste der Fußboden zum Nachlöschen geöffnet werden.
„Der Einsatz ist gut gelaufen“, betonte Brands Kommandant ChristianBesold auf Nachfrage unserer Zeitung. „Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehren konnte Schlimmeres verhindert werden.“
Mittlerweile hat die Kriminalpolizei Weiden die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Quelle: Der Neue Tag
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